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FAQ zur Soundbearbeitung am Macintosh


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2.1.6 Wie kann ich analog (über den Mikrofoneingang) Audio–Daten aufnehmen?

Solange Dein Mac noch einen Mikrofoneingang hat, ist es natürlich möglich auch auf diese "analoge" Art Audiodaten aufzunehmen. Ebenso einfach verhält es sich bei AV-Macs. Ein paar Voraussetzungen dazu sind in anderen Kapiteln dieser FAQ beschrieben:

Prinzipiell fehlt jetzt nur noch das passende Kabel um den Mac mit der Audioquelle zu verbinden und eine Aufnahmesoftware.

Beim Kabel braucht man entweder eine Ausgabe mit "Mini–Klinke auf Mini–Klinke" (um z.B. ein portables Minidisc–Gerät anzuschließen) oder aber die Version "Cinch auf Mini–Klinke" (um ein Minidisc an einen 'AV-Mac' oder ein Hifi–Gerät an einen "normalen" Mikro-Anschluß zu verbinden).

Miniklinkenstecker

Software zum Aufnehmen

Bleibt nur noch die passende Software und genügend Platz auf der Festplatte.

Bei der Software gibt es genügend Auswahl, teilweise wurde die in der Kurzeinführung auch schon genannt. Als reine Aufnahmesoftware sind auszugsweise die Tools:

...zu nennen.

'Audio In' ist ein einfaches Programm zur Aufnahme unter OS 'X' . Das Besondere ist die einfache Bedienung, die Möglichkeit zur zeitlichen Programmierung der Aufnahme und die Tatsache, dass dieses Programm Freeware ist.

'Peak' und 'Coaster' haben die Möglichkeit die Aufnahmezeit zu beschränken ("Record-Timer"). SoundJam Pro kann auch direkt die Audiodaten als MP3 aufnehmen.

Audio Hijack ist eine empfehlenswerte Lösung für Timer-Aufnahmen unter OS 'X'. Das Sharewareprogramm gibt es als normale Version und als 'Pro' mit zusätzlichen Möglichkeiten, wie das Aufnehmen (direkt) als MP3.

Generell ist zu beachten, dass das Signal von der Audioquelle nicht zu laut ist. Verhindern läßt sich das durch den Umweg über ein kleines Mischpult oder, dass man das Audiosignal durch die Anschlüsse eines TapeDecks durchschleift und dabei die 'Aufnahmetaste' zeitgleich mit 'Pause' gedrückt wird. Das ist allerdings nicht nötig, wenn das TapeDeck eine "Hinterbandkontrolle" hat.

Einige Tips lassen sich auf von der Webseite "Schallplatten auf CD brennen. So gehts." abschauen, die im Grunde nur für Windows-Nutzer gedacht ist.

Zum Schluß noch ein paar analoge USB-Adapter für Geräte ohne Audio-Eingang:

2.1.7 Ich habe das Problem, dass die Stereoanlage stark zu brummen anfängt, sobald das Kabel von meinem Mac eingestöpselt ist...

Die einfachste (aber provisorische) Lösung, ist die Anlage und den Mac in die selbe Steckdose stecken um die Brummschleife zu vermeiden, denn dann laufen alle Geräte auf einer einzigen Phase. Hierbei lohnt es sich auch einmal versuchsweise den Stecker des Gerätes um 180° zu drehen. Alternativ möglich ist die Benutzung eines Audio-Übertragers (z.B. Holmenko, Monacor oder Beringer). Der Netzbrumm entsteht durch magnetische Wechselfelder Elektro-Hausinstallation, die in die Verstärker-Elektronik einstreuen und dort das Brummen verursachen. Absolut abzuraten ist von dem Tip, den Schutzkontakt eines Steckers zu isolieren (abkleben, abschrauben, abschneiden), vor allem bei Geräten mit Metallgehäuse. Bei solch einem Vorgehen, besteht Lebensgefahr.

Ist der Computer an eine Hifi-Anlage geschaltet die auch einen aktiven Antennenanschluß beinhaltet, so hilft eventuell ein Mantelstromfilter. Diesen gibt's im Fachhandel mitsamt einer Anleitung zum Einbau; oder aber man nimmt 2 10nF-Kondensatoren (Keramik), in die Antennenleitung geschaltet und zwar am einfachsten folgendermassen: Antennen-Buchse und Stecker besorgen, mit einem der Kondensatoren die Abschirmung und mit dem anderen den Innenleiter der beiden verbinden. Das sollte (direkt an die Stereoanlage angeschlossen) schon reichen. Am besten das ganze noch so aufbauen, dass der Aufbau abgeschirmt ist, den Schirm auf der Kabelseite an die Kabelabschirmung anschliessen. Patrick Schaefer vom Forschungszentrum Juelich erklärt dies genauer (Antennenkabel → Koaxialkabel):

Mantelstromfilter fuehren eine kapazitive Trennung des Mantels und meist Innenleiters eines Koaxialkabels durch. Grob gesagt, 47pF in den Innenleiter und dreimal 47pF rotationssymmetrisch in die Abschirmung, das reicht. Die Edelversionen fuehren eine Symmetrierung des Signales durch, dann kommt ein Uebertrager und anschliessend eine Rueckanpassung auf das unsymmetrische Koaxkabel.

Fundierte Informationen zu Ursache von Brummschleifen und zu deren Beseitigung findet man im 'DoitMac-Archiv' von Robert Schaffner.

Außerdem ist aus dem c't-Archiv der Artikel von Carsten Meyer "Edisons Erben. Hardware-Tücken beim Überspielen von Audio auf CD" eine gute Quelle. Dieser Text ist nicht online, sondern nur auf dem CD-Archiv des 'heise-Verlags' zu erhalten.

Zwei kurze Artikel der Hotline FAQ von heise sind online zu finden:

Die Technischen Dokumente des Yamaha-Supports beschreiben auf englisch 'Grounding Affects Noise & Safety'.


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Dieses Dokument wurde am 20-Sep-03 das letzte Mal verändert.

Clemens Beier

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