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FAQ zur Soundbearbeitung am Macintosh


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4.5 Welchen CD-Brenner soll ich für meinen Mac kaufen?!

Der Markt für CD-Brenner ist sicherlich teilweise unübersichtlich und beim geplanten Kauf eines solchen Gerätes hat man nicht unbedingt alle Erfahrungswerte von anderen Usern zur Hand. Trotzdem sind dies auch nur Erfahrungswerte und man sollte sich vor dem Kauf eines solchen Gerätes im Klaren sein, worauf man selber wert legt und auf was man selbst nicht verzichten möchte. In der Folge nenne ich ein paar Kriterien aus relativ offenen, manchmal aber auch unergiebigen Diskussionen in der Newsgroup <de.comp.sys.mac.misc> zusammenfasst und teilweise kommentiert.

Für die Auswahl eines CD-Brenners hat es sich oftmals für viele Leute als nützlich erwiesen vor dem Kauf die Seiten von Apple zu besuchen um zu sehen, welcher Brenner von der Software iTunes unterstützt wird.

Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass man gerade wg. iTunes den Brenner kauft, sondern diese Information ist ein Hinweis wie gut diese Hardware von Apples Betriebssystem direkt unterstützt wird. Natürlich gibt es auch für nicht unterstützte CD-R-Laufwerke extra Treiber bzw. Software. Darum muss man sich aber im konkreten Fall dann kümmern und nicht immer ist der Support einer Hardwarefirma auch auf das Apple-System ausgelegt.

Ist man interessiert auch Daten-Backups auf CD-R(W) zu schreiben, so mag es auch sehr nützlich sein nachzusehen wie die Unterstützung der Backup-Software "Dantz Retrospect" aussieht.

Schließlich gibt es noch auf den Seiten von 'xlr8yourmac' eine Datenbank bezüglich CD-Laufwerken und Brennern in der verschiedenste Informationen gesammelt sind.

In der Folge stellen sich weitere Fragen um Anschluß des Brenners und dessen Ausstattung:

Anschluß des Gerätes an den Mac

Die aktuelle Auswahl der Apple-Computer bietet zur Zeit die Möglichkeit USB- oder Firewire-Geräte anzuschließen oder aber intern ein Gerät einzubauen.

Interner Einbau vs. Externens Gerät

Für die externe Variante zählen, die vielseitige Einsatzmöglichkeit an verschiedenen Geräten & günstige Lüftung. Für den Einbau spricht, die Bequemlichkeit, fehlendes externes Netzteil und geringere Kosten durch wegfallendes Gehäuse. Sollte allerdings der Brenner als Ersatz für das interne CD-Laufwerk eingebaut werden, so ist es äußerst ratsam darauf zu achten, dass von dieser Quelle aus gebootet werden kann um z.B. im Notfall das System reparieren zu können.

Firewire oder USB

In der Regel ist davon auszugehen, dass Firewire-Brenner einen schnelleren Datendurchsatz bieten als Geräte mit USB-Anschluß. Das mag sich mit der kommenden Einführung von USB2 ändern, jedoch unterstützen die wenigsten Macs das bisher. Zur Zeit ist die Firewire-Schnittstelle fähig Brenner mit mehr als 10fach Speed zuverlässig mit Daten zu beliefern. USB-Brenner am Mac sind meistens auf realistische 4fach Brenngeschwindigkeit begrenzt; YMMV.

Oder, wie es Nils in einem Newsgroup-Artikel ausgedrückt hat:

"Audiosignale über USB zu transportieren ist jedenfalls ähnlich sinnvoll, wie Schrauben mit dem Hammer in die Wand zu schlagen. Firewire erledigt den Job sicherlich professioneller, aber warum eine Hilti extra kaufen, wenn der Hersteller auch einfach einen Schraubenzieher hätte beilegen können?"

Wer also extern einen Brenner betreiben möchte und trotzdem eine hohe Geschwindigkeit beim Brennen möchte, der kommt um einen Firewire-Brenner nicht herum. Hier ist es ratsam sich danach zu richten, welcher "Brücken-Chip" in dem Gehäuse eingebaut ist. Die "Oxford-Chips" (Oxford 911 Bridge) sollen den Vorteil haben, dass sie vom System recht unproblematisch erkannt werden. Außerdem gibt es auch Gehäuse mit einen Chipsatz von Texas Instruments. Diese Gehäuse werden erst ab OS9.2 ohne extra Treiber erkannt.

Nährere Informationen zu den verschiedenen Standards findet man in dem (englischsprachigen) Artikel von Graeme Bennett " SCSI versus IDE, FireWire, USB, etc." oder aber im Vergleich der Standards USB2.0 vs. Firewire in der Online-Ausgabe der c't.

Weiterhin kommt manchmal die Frage auf, ob externe Geräte ohne zusätzliche Stromversorgung auskommen. Dabei fallen von den Spezifikationen her USB-Gehäuse generell weg, nur Firewire-Gehäuse kommen eventuell ohne extra Stromversorgung aus. In den meisten Fällen ist dies für Gehäuse in die CD-R-Laufwerke hineinpassen jedoch nicht der Fall - dies kommt auch ganz auf das Rechnermodell an.

Softwarepakte mit Brenner (OEM) vs. Selbstbau

Somit ist es auch möglich sich selber eine Kombination aus Brenner und Gehäuse zusammenzustellen und trotzdem auf die o.g. Kompatibilitätslisten zu achten. Allerdings kommt man dann meistens nicht in den Vorteil eine lizensierte Software kostengünstig mit zu dem Kauf dazu zu bekommen. Oft ist die Software als Einzelprodukt um einiges teurer als die "OEM-Version" und manchmal sogar teuerer als ein Update einer vorhandenen Version. Mir ist derzeit nur eine Kombination bekannt, bei der sogar die Backup-Software "Retrospect" mit angeboten wird. Für die Übersicht der verfügbaren Brenn-Software gibt es eine Extra-Seite.

Weitere Auswahlkriterien

In der Folge sollte man die Feinauswahl machen ob man:

Nach der Auswahl über diese Kriterien (je nach Gewichtung) werden i.d.R. nur noch zwei bis drei Brenner in der Auswahl übrig bleiben.

Jetzt notiert man sich die aktuellen Modelle und gibt für entsprechende Newsgroups unter <http://groups.google.de> oder besser <http://www.de-soc-mac.de/gemischt/google/> die Reihenfolge "XY-Brenner" "Modell 'Z'" und "Problem(e)" ein.

Kommt von Auswahl 1 kaum eine Antwort und von Auswahl 2 gleich 20, dann lohnt es sich eventuell gar nicht mehr die Ergebnisse durchzulesen.

Dieser Text ist bewußt allgemein gehalten, da es i.d.R. nicht möglich ist genau die persönlichen Präferenzen eines Käufers auf ein Gerät festzulegen. Trotzdem wird hoffentlich eine Hilfe zur Entscheidungsfindung gegeben. Wer mir seine Kriterien zur CD-Brenner-Auswahl nennen möchte, der kann diese per E-Mail oder Feedback-Formular tun.


URL dieser Seite:  <http://www.mac-recording.de/hardware/cdbrenner.html>

Dieses Dokument wurde am 20-Sep-03 das letzte Mal verändert.

Clemens Beier

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