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FAQ zur Soundbearbeitung am Macintosh


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6.1 MP3 auf dem Mac

MP3 ist die Abkürzung für "MPEG Layer 3 Format" - und beschreibt eigentlich nur ein bestimmtes Verfahren mit dem Multimedia (MPEG) - Dateien komprimiert werden können (also verkleinert). Dabei wird versucht aus den Originaldaten "unnütze" Informationen "auszusortieren", was im günstigen Fall zu geringen Klangeinbußen führen soll. Eine generelle Einführung findet sich auf einer MP3 Einführungswebseite von Apple . Dort gibt es auch einen erklärenden Film, wie man z.B. mit Hilfe von 'SoundJam' MP3-Dateien "encodiert" (also Tondateien in das MP3-Format umwandelt); die Seiten sind in englisch geschrieben.

MP3-Dateien sind "codiert" und müssen während des Abspielens von der entsprechenden Software (dem 'Player') "de-codiert" werden. Um MP3-Dateien zu "encodieren", braucht man mindestens die Rechenleistung eines 'PowerPC'. Vereinzelte Programme (Programmversionen) können bei genügender Hardwareleistung auch auf einem 68k-Rechner MP3-Dateien abspielen. (z.B. SoundApp 2.4.4) Da helfen eventuell die Seiten des 'Knubbelmac' oder die 'Resources for The Older Macintosh'

Mehr über MP3 findet man auf der Seite von MP3.org. Eine Übersicht von deutschsprachigen Webseiten die sich mit MP3 beschäftigen hat das Webverzeichnis von Google oder auch die Übersicht von Yahoo.

Die Grundlegendsten Fragen zu MP3 werden z.B. in der FAQ von 'Audiofire' geklärt, weitergehende Dinge konzentrieren sich nur auf Nicht-Mac-Betriebssysteme. Eine Übersicht der Programme für den Mac, bezüglich MP3 hat Pure-Mac auf Ihrer Extra-Seite für MP3. Für weiter Infos zum Mac und MP3 gibt es noch die Seite 'mp3-mac.com'.

Da die Entwickler der MP3-Encodierung inzwischen Lizenzgebühren für entsprechende Programme erheben, sind viele freie Encoder für den Mac verschwunden oder aber zu kommerziellen Programmen umgewandelt worden. Die Möglichkeit zur Patentierung der MP3-Algorithmen ist jedoch nicht in allen Ländern gegeben, wodurch Tord Janssons weiterhin eine Freeware namens BladeEnc anbieten kann. Die Umsetzung auf dem Mac wird von Petteri Kamppuri verbreitet.

Weitere, nützliche Links

The Worm in the Apple - iTunes patch tutorial
Beschreibung und Download-Links wie man die frühere Version von iTunes für Macs lauffähig macht die noch kein OS9 haben
MacInstruct: How To Download MP3s
<http://www.macinstruct.com/tutorials/macster/index.html>
MiniDisc v.s. MP3
der Artikel ist im Original nicht mehr verfügbar

Ogg Vorbis – eine Alternative(?)!

Inzwischen gibt es noch ein weiteres Format für komprimierte Audio–Daten. Die Qualität soll MP3 ähnliche Qualität haben, bei gleicher Bitrate sogar das Produkt des Frauenhofer-Instituts übertreffen. Der Encoder Ogg Drop ist ein freies Programm für das Open Source-Audioformat 'Ogg Vorbis (.ogg) stream'. Auch der kommerziell vertriebene Konverter 'N2MP3' unterstützt das neue Format 'Ogg Vorbis'.

Update: Das Format von 'Ogg Vorbis' könnte einen weiteren Auftrieb bekommen, nachdem Thomson und die Frauenhofer Gesellschaft nun auch die Decoder für MP3 mit Lizenzgebühren belegt haben, wie das Magazin 'de:bug' berichtet. Weiter erwähnt das Magazin … die Macher von Ogg.Vorbis haben gleich einen öffentlichen Dankesbrief an Fraunhofer und Thomson geschrieben, weil sie soviel Aufmerksamkeit wie nach dem Bekanntwerden der Entscheidung noch nie hatten. Und vor allem froh sind, dass noch rechtzeitig darauf hingewiesen wurde, das MP3 eben kein offener Standard ist, wie eigentlich fast jeder im Netz die ganze Zeit annimmt.

'Ogg Drop' braucht mindesten ein Mac OS8.6 und die Systemerweiterung CarbonLib. Die Audiodaten sind u.a. mit den MP3-Playern 'Audion' oder 'MacAmp' (auch für 'X' als 'MacAmp Ligth'), 'Frogg' (nur OS 'X' ) und bald auch mit OggDrop selbst abzuspielen (beides Shareware). Eine komplette Übersicht zu den Programmen für das klassische Mac OS sowie für OS 'X' ist jeweils auf der Ogg Vorbis Seite zu finden.

Die Entwicklung der QuickTime Komponente ist jetzt bei Sourceforge angegliedert. Die letzte OggVorbis-Komponente läuft jedoch nur problemlos zusammen mit QuickTime 5.

Der Netnewsletter beschreibt in seiner Ausgabe 30/02 wie man das MacOS dazu bringt mit Hilfe des Plug-Ins für QuickTime auch mit iTunes OggVorbis-Dateien abzuspielen.

Download OggVorbis for Quicktime

Das Format ist es auf jeden Fall wert anzusehen. Eine Meinung dazu findet sich unter "What's wrong with MP3?"

Shorten – Verlustfreie Kompression

Für Leute die vor allem an hoher Musikqualität interessiert sind, aber viele Musikstücke zu speichern haben ist es vielleicht interessant einen Blick auf die Kompressionsmöglichkeit von 'Shorten' zu werfen. Das Utility ist fast platformübergreifend verfügbar (UNIX, BeOS, Linux) und hat auch eine PowerPC-Version für OS9 bzw. OS 'X' im Angebot.

Kopierschutz bei CDs – eine persönliche Ansicht

Per Mail bin ich schon einige Male gefragt worden, wie man den auf dem Mac kopiergeschützte CDs auslesen kann. Auf die Frage der Legalität möchte ich hier nicht weiter eingehen, nehmen wir einfach einmal an die Daten sollen (im Sinne des "digital Hub") für den iPod ausgelesen werden.

Vorneweg: meiner Meinung nach gibt es nur einen vernünftigen Kopierschutz – Qualität. Jeder der einmal ein aufwendiges Cover in der Hand gehabt und schätzen gelernt hat, jeder der Texte oder Linernotes in einem Booklet nachlesen konnte, jeder der ein gutes Live–Konzert einer Band gehört hat und danach mit den Musikern am CD–Verkaufstisch Gespräche geführt hat, wird wissen was ich meine.

Oder aber der wirkliche Kopierschutz wie ihn Macmerc nennt: The Strongest Copy Protection Yet: Bad Music. (Die meisten CDs welche Kopierschutz haben sind solche, welche innerhalb kurzer Zeit einen 'Hype' verursachen und danach in die Versenkung verschwinden. Klar, dass innerhalb kurzer Zeit möglichst Massen des Produkts verkauft werden müssen um Kosten zu decken)

Genannte MacMerc–Seite bietet auch eine kleine Anleitung an, wie man entsprechende CDs auf einem Audio-CD–Player abspielen und auf dem Mac die Musik aufnehmen kann.

Letzendlich unterstützt ihr damit jedoch nur ein Vorgehen, welches eure Möglichkeiten weiter einschränkt. "Wer nicht will, der hat schon" – es gibt genügend Bands die kostenfrei Musik zum Download anbieten und dabei genau wissen was sie tun.

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Clemens Beier

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